Schlüsselkasten, Schlüsselautomat oder Software: drei Wege
Wer „Schlüsselschrank“ sucht, meint eine von drei sehr unterschiedlichen Lösungen. Alle drei haben ihre Berechtigung.
1. Mechanischer Schlüsselschrank
Ein Stahlschrank mit nummerierten Haken und einem Zylinder- oder Zahlenschloss. Er hält Schlüssel ordentlich und weggeschlossen. Wer ihn öffnen kann, kommt an alle Schlüssel, und wer welchen Schlüssel genommen hat, steht bestenfalls im Schlüsselbuch. Für wenige feste Personen reicht das. Wie Tresor und Software zusammenpassen, zeigt der Vergleich Schlüsseltresor vs. Software.
2. Elektronischer Schlüsselschrank (Schlüsselautomat)
Jeder Schlüssel hängt an einem Anhänger mit RFID-Chip und ist in seinem Platz verriegelt. Nach der Anmeldung, etwa per PIN, Karte oder Fingerabdruck, gibt der Schrank nur die Schlüssel frei, die diese Person nehmen darf, und protokolliert Entnahme und Rückgabe. Anbieter sind zum Beispiel deister electronic (proxSafe) und Traka (ASSA ABLOY). Das ist die stärkste Lösung, wenn einzelne Schlüssel unter Verschluss bleiben müssen, etwa Fahrzeugschlüssel im Schichtbetrieb oder Generalschlüssel. Der Schrank braucht Montage, Strom und meist einen Netzwerkanschluss; den Preis erfragen Sie beim Hersteller.
3. Software mit NFC-Tags
Die Schlüssel bleiben, wo sie heute hängen. Jeder Schlüsselbund bekommt einen NFC-Tag, Mitarbeitende scannen ihn bei Entnahme, Rückgabe oder Weitergabe mit dem Smartphone oder an einem Terminal. Log+Key hält fest, wer den Schlüssel wann hatte und wer unterschrieben hat, auch wenn er unterwegs an die Kollegin oder den Handwerker geht. Verriegeln kann die Software nichts.